Wasserhärte

Wasserhärte

Wasserhärte

Der Begriff „Wasserhärte“ bezieht sich auf die Konzentrationen der gelösten Ionen der Erdalkalimetalle. Hauptsächlich sind Calcium- und Magnesiumcarbonat für die Wasserhärte verantwortlich (die Konzentrationen von Barium und Strontium sind üblicherweise niedrig). Wenn die Konzentration von diesen Ionen niedrig ist, dann spricht man von „weichem Wasser“, ansonsten von „hartem Wasser“. Wenn das Wasser hart genug ist, bildet sich Kalk auf der Oberfläche der Leitung oder des Behälters.
Bei Trinkwasser ist die Anwesenheit von Calcium- und Magnesiumcarbonat nicht nur ungefährlich, sondern kann es auch gesund sein, denn Calcium und Magnesium sind wichtige Nährstoffe.
Eine hohe Wasserhärte ist jedoch im Wasserhaushalt eine Störung. Manche Leute sind der Meinung, dass ein weiches Wasser einen besseren Geschmack hat. Es beeinträchtigt auch die Wirkung von Seife und anderen Reinigungsmitteln. Es bildet sich auch Kalk in den Wasserleitungen wenn die Kalkkonzentration übersättigt ist. Die Calcium- und Magnesiumwasserhärte nimmt beim Kochen ab, weswegen wird es als „temporäre“ Wasserhärte bezeichnet.
Um diese Konzentrationen zu messen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste Maßeinheit ist mmol/l:

mmol/l ≈ [Ca-Wert in mg/l]/40 + [Mg-Wert in mg/l]/24,3

wobei mmol für „milimol“ steht und l für Liter; 40 ist die Atommasse von Calcium und 24,3 die Atommasse von Magnesium. Ebenfalls kann man die deutsche Härte (°dH) definieren:

°dH = 0,14 × [Ca-Wert in mg/l] + 0,23 × [Mg-Wert in mg/l]

(darüber hinaus gibt es auch eine französische Härte °fH und eine englische Härte °e).

Normalerweise wird Wasser mit deutscher Härte von 0 bis 7 als weich betrachtet. Von 7 bis 14 als mittelhart und ab 14 als hart. Die Wasserhärte ist vom Ort abhängig. Beispielsweise ist die deutsche Härte in Stuttgart-Mitte 13 °dH, in Stuttgart-Süd 9 °dH und in Stuttgart-Nord: 10,80 °dH. Die Wasserhärte in andere Städte kann sehr anders sein: Hamburg 10 °dH, Berlin 14-25 °dH, Köln 18 °dH und Würzburg 37 °dH.