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Die Gefahr von regulärem Kunststoff

Die Gefahr von regulärem Kunststoff

Entwicklungsgeschichte von Kunststoff

 

Kunststoffe (auch Plastik genannt) sind organische, polymere Festkörper. Sie werden synthetisch oder halb-synthetischen aus monomeren organischen Molekülen oder Biopolymeren hergestellt.

Aufgrund seiner herausregenden Merkmale wie Formbarkeit, Bruchfestigkeit und Beständigkeit die durch sogenannte Additive (Zusatzstoffe) anpassbar sind, begegnet und uns Kunststoff ununterbrochen in unserem Alltäglichen Leben - als Verpackungsmaterial, in Klebstoffen, Kosmetika, Textilfasern wie Nylon, zur Wärmedämmung sowie als Material für Reifen und vieles mehr.

 

Der erste Kunststoff in der Geschichte der Menschheit war Birkenpech, das aus Birkenrinde und Trockendestillation gewonnen wurde. Als Klebstoff eingesetzt wurde er sowohl schon von den Neandertalern sowie dem steinzeitlichen Homo sapiens.

Naturforscher brachten im 17./18. Jahrhundert aus Malaysia und Brasilien Kautschuk mit. Im Jahr 1850 erforschte Charles Goodyear Hartgummi und startete damit die Entwicklung von Kunstoff als richtigen Werkstoff.

 

Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Polymerchemie startete aber erst mit den Forschungen des deutschen Chemikers Hermann Staudingers. Seine Theorien über den Aufbau von Kunststoffen bilden die Grundlage für das heutige Verstehen dieses Werkstoffes. Dafür erhielt Staudinger 1953 auch den Nobelpreis. Bis heute ist die Kunststoff Industrie ein Wachstumsmarkt, gerade in Asien.

 

 

Verwendung als Trinkflasche

 

Für unsere Lebebsmittelverpackungen sowie Trinkflaschen werden meist sogenannte Thermoplaste eingesetzt. Dazu gehört auch Polyethylenterephthalat (PET).

 

 

PET-Flaschen (Mineralwasser)

 

Mineralwassertrinkflaschen, sogenannte PET-Flaschen sind zwar praktisch, weil kostengünstig herzustellen, oft wiederzuverwenden von der Industrie und bei der Verbreitung die sie hat vermeintlich nicht gesundheitsschädigend. Aber dies stimmt so nicht.

Der PET-Kunststoff gibt geringere Mengen von nach Wein riechenden Acetaldehyd (Ethanal) in die eingefüllte Flüssigkeit ab. Daher wurden in PET-Flaschen anfangs auch nur süßliche, den Beigeschmack überdeckende Getränke abgefüllt. Inzwischen gibt die PET-Industrie an, dass „Geruchsproblem“ gelöst zu haben und das Bundesinstititut für Risikikobewertung hält die Konzentration von Acetaldehyd in PET-Flaschen nicht für bedenklich da unter dem gesetzlichem Grenzwert. Trotzdem ist der Stoff, der Leberzirrhose auslösen kann, eindeutig nachweisbar.

 

Endokrinwirksame Substanzen sind chemische Stoffe die dafür bekannt sind bei Tieren und Pflanzen östrogene und/oder androgene Reaktionen auszulösen. Obwohl PET-Flaschen Bisphenol A frei sind, wurde 2009 und 2011 in veröffentlichten Fachartikel östrogenähnliche Abgaben in die eingefüllte Flüssigkeit festgestellt.

 

Die Entkeimung wird kalt durchgeführt, da PET-Flaschen hitzeempfindlich sind. Die Kaltentkeimung erfolgt mit Hilfe von Demethyldicarbonat (DMDC). Das hochgiftige DMDC wird zwar während des Entkeimungsvorgangs abgebaut, jedoch bleiben Reste des Reaktionsproduktes O-Methyl-Carbamat zurück - diese Verbindung ist sehr gut untersucht und es ist bekannt das sie in Ratten Krebs auslöst.

Auch sind PET-Flaschen nicht gasdicht, wodurch gelagerte Flüssigkeiten nach einigen Wochen in Vergleich zu Glasflaschen schal schmecken und ungenießbar werden.

 

 

Die Plastikflaschen als Trinkflasche für Unterwegs

 

Für unterwegs sind Plastiktrinkflaschen sehr beliebt. Sie sind praktisch weil sie z.B. mit Klappdeckeln kommen und man sich das aufschrauben spart. Für Kinder und Sportler sind sie praktischer als eine schwere und unhandliche große Sprudelflasche. Doch während PET-Flaschen Weichmacher frei sind, sieht es bei den klassischen Flaschen schon ganz anders aus.

Klassischen Kunststoff Trinkflaschen werden sogenannte Additive zugesetzt. Fast drei fünftel der weltweit hergestellten Additive sind Weichmacher. Durch sie wird die Härte, Sprödigkeit und Glastemperatur eines Kunststoffes verringert, was die Weiterverarbeit- und Formbarkeit immens erleichtert. Gesundheitlich sind sie aber jedoch Fatal für unsere Gesundheit.

 

Bestimmte Weichmacher auf Basis von sogenannten Phthlataten können Unfruchtbarkeit bei Männern verursachen da sie östrogenartige Wirkungen haben (Endokrine Disruptoren).

Bisphenol-A (BPA) ist ein oft genutzter Weichmacher - in einer Studie der University of Michigan USA (von 2010) mit 190 Männern die an Fruchtbarkeitsproblemem leiden, wurden im Urin von 89 Prozent der Probanden BPA gefunden. Neue Studien zeigen auch einen Zusammenhang zwischen Diabetes, Fettleibigkeit und Herz-Kreislaufproblemen und einem erhöhten BPA-Spiegel im Blut.

Für Föten im Mutterleib sind Weichmacher extrem gefährlich - Leberschäden, Verhaltensstörungen und Unfruchtbarkeit können ausgelöst oder gefördert werden.